Ulrich Wickert

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Klassik-Buchtipp für November 2009

Jeden Monat weise ich auf NDR-Kultur im Zusammenhang mit der Sendung „Wickerts Bücher" auf einen "Klassiker" hin, der sich meiner Meinung nach wieder zu lesen lohnt. Zum Beispiel:

Karl May, Band 64, „Das Buschgespenst"

Zur klassischen Teilung der Aufgaben zwischen Mann und Frau gehört es in einer Ehe, dass die Frau den Mann auch intellektuell füttert. Tatsächlich werden achtzig Prozent der Bücher von Frauen – oder auf deren Empfehlung hin gekauft. Und kein Wunder also, dass auch meine Frau mir so manchen Tipp gibt. Und der Letzte hat mich so überzeugt, dass ich ihrem Vorschlag für den Klassik-Buchtipp heute folge: Band 64 von Karl May mit dem Titel: „Das Buschgespenst“. Nun rümpfen Sie nicht gleich die Nase, meine verehrten Damen und Herren. Es handelt sich um einen sozialkritischen Kriminalroman, der in Deutschland spielt, und nicht um ein Abenteuer von Winnetou, Old Shatterhand oder Kara Ben Nemsi. Und – wie immer bei Karl May – äußerst spannend.

Worum geht’s? Gejagt wird eine Schmugglerbande, die im sächsischen Erzgebirge an der Grenze nach Böhmen ihr Unwesen treibt. Sie nutzt die Notlage der Bevölkerung skrupellos aus. Und die Bande wird von jemandem angeführt, der sich das Buschgespenst nennt. Die Handlung spielt zu jener Zeit und in dem Milieu, in dem auch Gerhard Hauptmann seine „Weber“ ansiedelt. Entweder webt man oder fährt in die Grube. Die hungrigen Weber werden von einer reichen Tuchhändlerfamilie ausgebeutet. Und selbst auf die schöne Tochter eines Webers sind die Händlersöhne aus. Sie sehen, auch die komplizierten Liebesbeziehungen kommen nicht zu kurz. Mühselig ist die Arbeit von Detektiv Franz Arndt, doch das Buschgespenst wird schließlich – nach ziemlich vielen Leichen – entlarvt. Statt Charles Dickens oder Emile Zola: lesen Sie doch einmal einen deutschen sozialkritischen Autor: also mein Klassiktipp: Karl May, Band 64: „Das Buschgespenst“.


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