Ulrich Wickert

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Der Richter aus Paris

Taschenbuch: 256 Seiten / Piper (März 2009) / ISBN-13: 978-3492242332

„Cohé nennen wir den Vogel auf Martiniqe. Seine Federn sind schwarz und blutgefleckt. Er bevölkert unser Leben wie ein Phantom, denn man kann ihm nicht auflauern, weil er sich kein Nest baut, sonder seine Eier in den Schoß der Erde legt. Deshalb nennen ihn unsere Zauberer auch Vogel der Finsternis, der im Flug die Seelen der Sterbenden auffängt, um sich daran zu laben. Wenn ein Kämpfer auf dem Schlachtfeld stirbt, kann der Cohé seinen letzten Atem erhaschen und ihn seinem Meister wiederbringen.“

Fasziniert von Martinique, dieser französischen Insel in der Karibik wo mancher Bürger der Grande Nation ein Refugium gefunden hat, ist der Journalist Ulrich Wickert auf einen Fall gestoßen, der ihn nicht mehr losließ. Seine Recherchen führten ihn nach Vietnam, nach Algerien, in die Krisengebiete, in die der Arm der Pariser Justiz nicht reicht. Er erzählt eine Geschichte, die so unglaublich wie wahr ist. Als Jacques Ricou, Untersuchungsrichter aus Paris, auf Martinique ankommt, wird der Mann, den er sucht, gerade beerdigt. Er war neunzig Jahre alt, man hat ihm sein Alter nicht angesehen, das Klima auf Martinique hält die Menschen frisch. Der Tote war Gilles Maurel, ein Plantagenbesitzer. Jacques hat ihn im Verdacht, den ehemaligen General, Balthazar de Montagnac umgebracht zu haben. Maurel hatte den Mord angekündigt. Schon nach den ersten Recherchen fühlt der Richter sich gefangen in einem Netz von Lügen, Verdächtigungen, Intrigen, Bedrohungen. Und auch die junge Kreolin Amadée, Witwe des Verstorbenen, trägt mehr zu Verwirrung denn zu Aufklärung bei. Jacques Ricou beginnt mit Ermittlungen, die ihn in eine Zeit führen, in der jedes Verbrechen möglich und zu verschleiern war: in den Krieg in Indochina. Offensichtlich waren Gilles Maurel und sein Sohn Eric von den Vietminh entführt, gefangen genommen und in ein Lager gesperrt worden. Aufzeichnungen von Gilles aus diesen Jahren, die wie durch ein Wunder erhalten sind, geben Zeugnis von den Grausamkeiten zu denen Menschen fähig sind. Vieles, was dort geschehen ist, wird offensichtlich nicht aufgedeckt und ist nie verfolgt worden, weil zu viele ehrenwerte Männer bis heute unter einer Decke stecken. Auch Jacques Ricou wird zwar den Mörder des Generals finden, aber sein Wissen über Vieles, was er erfahren hat, für sich behalten müssen.


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