Empfang der Académie de Berlin im Bundespräsidialamt
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing die Académie de Berlin am 7. September aus Anlass ihres 20. Geburtstags im Bundespräsidialamt.
Die Académie de Berlin wurde 2006 auf Anregung des französischen Botschafters Claude Martin ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder, die aus höchst unterschiedlichen Bereichen – der Kunst, der Wissenschaft, des Journalismus, der Diplomatie, der Wirtschaft und der deutsch-französischen Institutionen – kommen, haben sich zum Ziel gesetzt, als Ort des Nachdenkens die intellektuelle Auseinandersetzung zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern. Sie vergibt jedes Jahr einen Preis und lädt zur Lecture de l’Académie de Berlin in der französischen Botschaft ein. Der französische Botschafter, François Delattre, Schirmherr der Académie, erklärte beim Empfang des Bundespräsidenten, dass ihm kein Forum bekannt sei, „in dem ein so freier und tiefgehender Dialog über die Grundlagen der deutsch-französischen Beziehungen und Europas möglich ist.“
Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung in Deutschland und Frankreich und in Anbetracht seines im Oktober geplanten Staatsbesuchs wurde im Gespräch mit dem Bundespräsidenten die Dringlichkeit von neuen Wegen in der vertieften Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland insbesondere auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesundheitspolitik im europäischen Kontext diskutiert und die fortdauernde Bedeutung des deutsch-französischen Jugendaustauschs hervorgehoben.